Schweizer Fehkaninchen

Das Schweizer Fehkaninchen trägt ein graues Fellkleid, dessen Farbe im Fachjargon mit blauwildfarbig umschrieben wird. Bei der Zuchtauswahl auf Fellbeschaffenheit und -farbe stand das sibirische Eichhörnchen Pate, dessen edel-graues Fell einst als Exklusivität galt. Fehkaninchen gibt es ausschliesslich im blauen Farbschlag, der reinerbig vererbt wird.

Das Fell der Fehkaninchen ist dicht und enthält im Idealfall Deckhaare mit einer Länge von 26-30 mm. Der sogenannten Perlung kommt in der Zuchtauswahl eine hohe Aufmerksamkeit zu. Diese optische Körnung soll gut erkennbar sein und entsteht durch gleichmässig über das blaugraue Fell verteilte und partieweise beisammenstehende, hellbraune Deckhaare.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in verschiedenen Ländern nach dem sibirischen Eichhörnchenvorbild graue Kaninchen gezüchtet. Anders als im Ausland, konzentrierten sich die Züchter in der Schweiz von Anfang an auf eine perfekte Perlung des Fells sowie auf nicht zu schwere Tiere. So entstand aus den ersten Zuchtpaarungen, die von 1918 überliefert sind, aus wildfarbigen und blauen Kaninchen ein eigenständiges Fehkaninchen in der Schweiz. Sein Name ist auf die alte Bezeichnung „Feh“ für das graue Winterfell nordischer Eichhörnchen zurückzuführen. Bereits 1921 schlossen sich Schweizer Fehkaninchen-Züchter zu einem Rasseclub zusammen, so dass die Rasse auf eine lange Vereinsgeschichte zurückblicken kann.